"Watersong - Sternenlied" von Amanda Hocking, Jugendbuch
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Es gibt kein anderes Element, das eine größere
Anziehungskraft auf mich ausübt, als das Wasser. Oft musste ich als Kind
regelrecht aus dem Wasser gezehrt werden, um nicht an einer Unterkühlung zu
sterben. Auch die sechzehnjährige Gemma verbringt jede freie Minute, die sie in
ihrem Alltag erübrigen kann, in dem kühlen Nass. Am liebsten schwimmt sie
abends in einer Bucht, zu der sich nur wenige Badegäste verirren. Hier genießt
sie die Ruhe und lässt sich treiben. Ihr großer Traum ist es, eines Tages bei den
Olympischen Spielen, eine Medaille zu erschwimmen. Mit viel Ehrgeiz kämpft sie
Tag für Tag mit Schwimmtraining, um diesen Traum zu verwirklichen.

Gemma lebt zusammen mit ihrem Vater und ihrer Schwester.
Eigentlich könnte es nicht besser laufen, denn sie gewinnt viele
Schwimmwettkämpfe – der Traum von Olympia ist zum Greifen nah -, und ist frisch
verliebt in einen Jungen, der ihre Gefühle erwidert. Doch immer wieder begegnen
ihr drei Mädchen, bei denen sie ein ungutes Gefühl hat. Sie kann es nicht genau
beschreiben, aber überall, wo diese drei auftauchen, geschehen merkwürdige
Dinge. Es ist, als würden sie die Menschen um sich herum verzaubern und mit
einem Bann belegen, der es einem unmöglich macht, sich ihnen zu entziehen.
Vielleicht hätte Gemma ihrem unguten Gefühl trauen sollen, bevor sie sich
völlig fasziniert auf die Mädchen eingelassen hätte, denn sie teilen ein
tödliches Geheimnis…

Obwohl Amanda Hocking gerade im Jugendbuchbereich als
Autorin in aller Munde war, hatte ich keinen Roman von ihr gelesen. Etwas
voreingenommen begann ich, mit dem Lesen und war neugierig auf ihre
Erzählweise, denn Hocking muss originell sein, sonst wäre sie nicht praktisch
über Nacht weltweit so erfolgreich mit ihren Romanen.

Gleich mit dem Prolog wurde mir klar, dass es sich bei
dieser Geschichte, trotz des eher soften Covers, um eine Nerven aufreibende und
blutige Geschichte handelt. Jedoch lässt Hocking den Leser erst einmal verschnaufen
und beschreibt ihm die Kulisse, die Atmosphäre und die Charaktere sehr
ausführlich. Besonderes Augenmerk warf sie dabei auf Äußerlichkeiten der
Protagonisten, welches mir persönlich ein wenig das Lesevergnügen nahm, weil
auch die Handlung darunter litt. Das änderte sich mit den ersten gelesenen
Kapiteln.
Mit jeder Begegnung der drei mysteriösen Schönheiten
wuchs die Spannung und nicht nur Gemma will hinter deren perfekt getarnten
Fassaden blicken. Im Gegensatz zu Gemma muss der Leser nicht lange warten, um
zu merken, welches tödliche Geheimnis die Mädchen vereint, was wiederum die
Handlung düsterer und aufregender macht. Aufregender, weil die, die noch nicht in
dieses dunkle Geheimnis eingeweiht sind, oft unüberlegte und übereifrige
Entscheidungen treffen. Das Tempo der Geschichte steigert sich gerade zum Ende
noch einmal immens, um den Leser in einer von Adrenalin geschwängerten
Atmosphäre zurück zu lassen.

„Watersong – Sternenlied“ von Amanda Hocking ist ein sehr
spannender Auftakt zu einer neuen Jugendbuchreihe, die vor allem mit einer
gelungenen Mischung der Elemente aus Mythologie und Fantasy überzeugt.

Nach dem Lesen werde ich jetzt allerdings mit Bedacht in
einsamen Buchten schwimmen gehen…

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Watersong – Sternenlied von Amanda Hocking
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten 
Verlag: cbt 
Erscheinungsdatum: 25. März 2013 
ISBN: 978-3570161593

2 Replies to “[Rezension] „Watersong – Sternenlied“ von Amanda Hocking

  1. Oh vielen herzlichen Dank! :')
    Ja, ich werde das auch noch ändern, dass man immer nur einen sieht finde ich auch nicht so optimal 😮
    Ich freue mich dich als Leserin zu begrüßen 🙂

    Liebste grüße, lotti lunatic

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