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Was mich an Ursula Poznanskis Geschichten begeistert, ist ihre Art zu erzählen. Man hat das Gefühl, mittendrin zu sein, erlebt das Innenleben der Figuren intensiv und mitreißend. Zwar sind die Charaktere denkbar einfach, unkomplex entworfen und ähneln sich oft, aber die Nähe zu ihren Gedanken entwickelt einen Sog, dem ich mich schwer entziehen kann. So auch bei der Vanitas-Reihe (HIER und HIER), die mit dem dritten Teil „Rot wie Feuer“ einen Abschluss findet.

Leider. Denn von allen Bänden hat er mir am besten gefallen. Obwohl ich vorher skeptisch war. Ich wusste, dass es auf ein Aufeinandertreffen zwischen Ex-Polizeispitzel, Ex-Mafiafälscherin und Ex-Blumenhändlerin Carolin und der bösen Russenmafia hinauslaufen wird. Entsprechend erwartete ich die pralle Packung Klischees. Und bekam sie. Aber obendrauf auch jede Menge Spannung und amüsante Szenen.

Showdown in Frankfurt

Nachdem Carolin von der Wiener Polizei im Zusammenhang mit dem Mord an ihrem Nachbarn gesucht wird, tritt sie die Flucht nach vorne an: Sie macht sich auf den Weg nach Frankfurt, in die Höhle des Löwen, mitten hinein in das Revier des Karpin-Clans, mit dem Carolin noch eine Rechnung offen hat. Carolins Vorteil ist, dass niemand sie hier vermuten würde. In aller Ruhe plant sie ihren Schlag gegen Andrei, Pascha, Boris und Co. Dank ihres Wissens über Schwächen und Gewohnheiten ihrer Gegner, gelingt es Carolin nach und nach ein Netz aus Fallen und Intrigen zu weben.

Felix ist mit von der Partie

Dass die Geschehnisse dabei nicht immer glaubwürdig sind und die Gegner nicht die schlauesten, ist von vorneherein klar. Und wer die ersten beiden Bücher kennt, rechnet damit auch gar nicht erst. Carolin – die wieder munter in Verkleidungen schlüpft – hat streckenweise soviel Dusel, als hätte ihr Harry Potter höchstpersönlich ein Fässchen (nicht Fläschchen!) Felix Felicis spendiert. Aber wenn David gegen Goliath (bzw. Carolin gegen die Mafia) kämpft, gehört das irgendwie auch dazu. Wer will schon erleben, wie Carolin auf ganzer Linie scheitert? Natürlich wünscht man ihr, dass sie die miese Bande austrickst. Hollywoodlike, im besten Jack-Reacher-Salt-The-Chemist-Mission-Impossible-Bourne-Identität-Style und gespickt mit etlichen brutalen Szenen, nimmt die Handlung ihren Lauf. Für mich war es wieder ein Riesenspaß. Auch dank Luise Helm, eine meiner liebsten Sprecherinnen.

Die Reihe endet damit. Sollte Carolin aber irgendwann Lust haben, noch einmal zu ermitteln…. ich wäre auf jeden Fall dabei!

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VANITAS – Rot wie Feuer: Thriller (Die Vanitas-Reihe, Band 3) von Ursula Poznanski
Verlag: Argon Verlag
Erschienen: 1. April 2021
Audiobook // Laufzeit: 10 Stunden 59 Minuten
ISBN: 978-3426226889

One Reply to “[Rezension] „VANITAS – Rot wie Feuer“ (Band 3) von Ursula Poznanski”

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