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Mit „Die Wiege aller Welten“ vom australischen Autor Jeremy Lachlan hatte ich vor einigen Monaten wirklich viel Spaß. Die Mischung aus Humor, Abenteuer- und Fantasyroman war innovativ, spannend und teilweise wunderbar verrückt. Deshalb stand der Nachfolger – „Der Schlüssel aller Seelen“ – auf meiner Wunschleseliste weit oben. Jeremy Lachlan feuert darin wieder jede Menge schräge Ideen und reichlich Action auf seine Leser ab.

Lost in Arakaan

Jane und ihre Begleiter Hickory und Violet befinden sich nach wie vor in großer Gefahr. Janes Vater ist immer noch gefangen. Das mysteriöse Schloss, ein Verbindungspunkt verschiedener Anderwelten, stirbt langsam. Und der fiese Roth will ihm mit Hilfe drei magischer Schlüssel sogar ein für allemal den Gar ausmachen. Das jedoch würde das Ende von allem bedeuten. Ist es also gut oder schlecht, dass Jane ausgerechnet in der Wüste von Arakaan, der ursprünglichen Heimat von Roth, gelandet ist? Hier lauert hinter jedem Sandhügel eine neue Gefahr. Aber vielleicht findet Jane auch endlich wichtige Antworten.

Und ja, klar, man darf sicher verraten, dass Jane natürlich wichtige Antworten findet. In „Der Schlüssel aller Seelen“ konzentriert sich Jeremy Lachlan insgesamt stark auf die Beweggründe seiner Protagonisten/Antagonisten und die Hintergründe ihrer Konflikte, weshalb der Anteil an Dialogen entsprechend groß ist. Dazwischen gibt es einige überraschende Wendungen und jede Menge Kämpfe.

Freund oder Feind – das ist hier die Frage

Einen Großteil unserer (Lese)Zeit verbringen wir mit Jane und ihren Freunden in der Wüste, lernen Mythen und Legenden kennen und zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Das ist angesichts etlicher Intrigen und Hinterlisten oft gar nicht so leicht. Hier geht es mitunter drunter und drüber und hin und her.

Daneben erleben wir, wie wichtig Zusammenhalt und Loyalität sind. Denn beides wird in Lachlans Büchern groß geschrieben, auch wenn sich die jungen Helden ständig freche Sprüche um die Ohren hauen.

der letzte „Schlüssel aller Seelen“?

Es ist ein flottes, abenteuerliches Vergnügen, das oft an die „Indiana Jones“-Filme erinnert und im Grunde ein dringender Fall für die .Kinoleinwand ist. Etwas schade fand ich, dass das geheimnisvolle Schloss eine weniger große Rolle spielte. Was mir schon im ersten Teil zu kurz kam und ich auch hier oft vermisste, waren ausführliche Beschreibungen der Umgebung und der Charaktere. Natürlich hängt das mit den jeweiligen Lesevorlieben zusammen. Ich persönlich habe viel Freude an Details, die es mir ermöglichen, vollständig in eine Geschichte einzutauchen. Daher hätte ich Lachlans Welten und seine Figuren gerne noch besser kennengelernt.

Fazit: Unterm Strich ist und bleibt die Reihe ein abenteuerlich-amüsantes Leseerlebnis, gut geschrieben, witzig und ein bisschen crazy. Ob ein dritter Band geplant ist, darüber darf man am Ende übrigens spekulieren. Theoretisch könnte man die Geschichte als Dilogie nun abschließen. Oder auch nicht… hier hat der Autor meiner Einschätzung nach alle Möglichkeiten.

 

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Der Schlüssel aller Seelen (Chroniken von Bluehaven, Band 2) von Jeremy Lachlan
Original: Jane Doe and the Key of All Souls (The Jane Doe Chronicles Book 2)
Hardcover: 400 Seiten
Veröffentlicht: 11. November 2020
Übersetzung: Nadine Mannchen
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3743203082
Empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahre

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