"Der kleine Ritter, der die Ungeheuer zähmte" von Gilles Tibo und Geneviève Després, Kinderbuch
Copyright: Lappan

Es gibt Kinderbücher, von denen man
sich, wenn man sie das erste Mal nur von außen betrachtet, nicht viel
verspricht. Nicht, weil sie zu unscheinbar sind, sondern, weil es einfach zu
viele Kinderbücher gibt, die sich auf den ersten Blick nicht großartig
unterscheiden. Macht man sich jedoch die Mühe und schlägt sie einfach mal auf,
erlebt man hin und wieder eine Überraschung. So ist es mir vor ein paar Tagen
ergangen, als ich zu „Der kleine Ritter, der die Ungeheuer zähmte“ von Gilles
Tibo und Geneviève Després griff, ein Buch, das mich durch sein Cover nicht
hundertprozentig ansprach. Aber es ist ein Ritter drauf, das allein reichte mir als Jungsmama einen Blick hineinzuwerfen. Und nachdem ich die ersten Seiten
betrachtete, wusste ich sofort, dass diese Geschichte ein absoluter Volltreffer
ist und nicht nur mein Kind begeistern wird.

Die Geschichte handelt von einem
liebenswerten kleinen Helden, der friedlich auf einer Ritterburg, in einem
recht ungewöhnlichen Dorf lebt. Ungewöhnlich, weil das Dorf auf den Baumspitzen
eines Waldes erbaut wurde. Eines Tages wird der kleine Ritter von zwei
Dorfbewohnern um Hilfe gebeten. Ihre Drillinge wurden von drei Ungeheuern
entführt. Ohne große Umschweife macht der kleine Ritter sich auf den Weg, um
seine drei Schützlinge zu befreien …

Was mich als Erstes sehr
überraschte, waren die wunderbaren Illustrationen in sehr kräftigen und warmen
Farben. Die habe ich nach dem Cover zu urteilen so nicht erwartet. Aber nicht
nur das. Der kleine Held aus dieser Geschichte ist für meinen Geschmack etwas ganz Besonderes, weil er ein reines Herz hat, niemanden etwas Böses antut und am
Ende trotzdem heldenhaft erstrahlt. 
Am meisten hat er mich jedoch durch seine
Wunderwaffe überzeugen können: Schokoladenkuchen. Diesen trägt er nicht nur als
Symbol auf seiner Kleidung, oder verziert die Fahnen der Ritterburg damit, sondern er genießt vor jeder Heldentat, ein
groooooßes Stück davon. Denn Schokoladenkuchen verleiht Superkräfte und man
kann nie davon genug im Hause … ähm auf der Ritterburg haben. 
Der
kleine Ritter zeigt auf wunderbare und humorvolle Weise,
was man mit etwas Freundlichkeit, Zuneigung und Schokoladenkuchen bewirken
kann. Und er überzeugt den Leser davon, dass auch in einem Ungeheuer ein
weiches Herz schlagen kann. Einfach herrlich!
Ein weiteres Highlight war für mich, dass sich in den farbenfrohen und
humorvollen Illustrationen viele witzige Kommentare verstecken, die zu vielen
Interaktionen anregen. Da ist jede Menge Spaß vorprogrammiert.
Der Stil des Fließtextes fügt sich
perfekt in das Gesamtkonzept ein und das Vorlesen wird zum Kinderspiel. 

„Der kleine Ritter, der die Ungeheuer zähmte“ von Gilles Tibo und Geneviève Després ist ein überraschendes und großartiges
Kinderbuch, mit dem auch Erwachsene viel Spaß haben können. Der kleine
ritterliche und liebenswerte Held wird viele Kinderherzen, egal ob Junge oder
Mädchen, im Sturm erobern.


Zum Glück ist dieses originelle
Buch kein Einzelband und mit „Der kleine Ritter, der den Regen nicht mochte“
wird ein weiterer Band aus dieser Reihe bei uns einziehen.


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Der kleine Ritter, der die Ungeheuer zähmte“ von Gilles Tibo und Geneviève Després
Originaltitel: Petit chevalier qui combattait les monstres
Übersetzer: Constanze Steindamm 
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten 
Verlag: Lappan
Erscheinungsdatum: 22. Dezember 2016 
ISBN: 978-3830312581 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 – 8 Jahre

2 Replies to “[Rezension] „Der kleine Ritter, der die Ungeheuer zähmte“ von Gilles Tibo und Geneviève Després

  1. Schokoladenkuchen… hahaha. Das muss ich mir merken. Für den (wahrscheinlichen) Fall, dass mir demnächst mal wieder ein ganz alltägliches, reales Ungeheuer über den Weg läuft. Kollegen, Nachbarn…
    LG

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