"Aschträume" von Maurizio Temporin, Jugendbuch, Fantasy
Copyright: ivi

Thara hat in ihrem kurzen Leben schon Einiges über sich
ergehen lassen müssen, denn sie leidet
unter einer „Schlafkrankheit“, die es ihr sehr schwer macht, ein normales Leben
zu führen. Nur bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang fühlt Thara sich richtig
wohl. Auch wegen ihrer violetten Augenfarbe erntet sie immer wieder neugierige
Blicke.
Nach einer langen (und unfruchtbaren) Odyssee von Arztbesuchen hat Thara sich mit der Krankheit
mit Hilfe von einem hohen Koffeinkonsum und einer Sonnenbrille arrangiert. Sie
möchte ein ganz normales Leben führen.
Als sie eines Tages an einer
Schwertlilie riecht und ohnmächtig wird, erwacht sie anschließend in einer völlig fremden
Welt. In einer Aschewelt, in der alles wieder aufersteht, was in der wirklichen
verloren schien. In dieser Welt lernt sie Nate kennen, einen sehr interessanten
Jungen, der sich leider an nichts aus seiner Vergangenheit erinnern kann. Sie
verliebt sich in Nate, doch bei jeder seiner Berührungen zerfällt ein Stückchen von ihr
zu Asche…


Am Anfang der Geschichte wird man langsam an diese ungewöhnliche Welt
herangeführt. Was, aufgrund ihrer Komplexität durchaus sinnvoll ist. In dieser Aschewelt erscheint all das wieder, was in
der wirklichen Welt jemals verbrannte: Häuser, Bücher, ja sogar ganze Parks. Hier
tummeln sich, neben Tharas großer Liebe, auch gefährliche Aschemonster, die den beiden Liebenden das Leben dort sehr erschweren und dem Lesenden eine Gänsehaut
bescheren.        
                                             
Maurizio
Temporin fällt nicht durch einen herausragenden Schreibstil auf, eher durch seinen
Ideenreichtum. Wer gerne Fantasy im Jugenbuchgenre liest, wird oft mit Büchern
konfrontiert, bei denen man das Gefühl hat, deren Handlung schon tausend Mal gelesen zu
haben. Nicht so in „Ascheträume“.
Ich war von dieser Parallelwelt fasziniert,
obwohl sie sehr grau und düster gestaltet wurde. Originell fand ich auch, die
von dem Autor eingebrachten Zeichnungen und Hieroglyphen. Sie rundeten die
ganze Geschichte ab und gestalteten sie noch interessanter.
 
Maurizio Temporin bringt
seine Geschichte ohne große Ausschweifungen aufs Blatt. Einige mögen es
abgehackt nennen, doch mir hat es sehr gefallen. Die Hauptcharaktere, Thara und
Nate, wurden von ihm sehr detailverliebt gestaltet. Dafür blieben meiner
Meinung nach die Figuren neben ihnen ein wenig blass.
Die gesammte Gestaltung ist für meinen Geschmack sehr
gelungen und unterstreicht den Inhalt der Geschichte.


„Ascheträume“ ist für mich der gelungener Auftakt einer
von Maurizio
Temporin geplanten Trilogie. Was mich jedoch mal wieder stört, ist die lange Wartezeit, für man viel Geduld erbringen muss, bis die Fortsetzungen erscheinen.
Ich würde sehr gerne den Grund für diesen neuen Trend bezüglich der Trilogien erfahren.
 


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Ascheträume von Maurizio Temporin
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten 
Verlag: ivi
Erscheinungsdatum: 12. März 2012 
ISBN: 978-3492702447

4 Replies to “[Rezension] „Aschträume“ von Maurizio Temporin

  1. Schöne Rezi! Hab das Buch auch schon auf meiner Wunschliste, aber bisher immer andere Bücher gefunden, die ich erst mal vorgezogen habe. Vielleicht sollte ich es mir jetzt doch endlich mal kaufen ^^

    Liebe Grüße,
    Jenny

  2. Das hört sich wirklich interessant an ^^
    Bisher habe ich noch nichts davon gehört, aber ich glaube ich muss es mir wirklich mal näher ansehen 🙂
    schöne Rezi ^^

    LG Hannah

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