"Die Auslese - Nur die Besten überleben" von Joelle Charbonneau, Jugendbuch
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Oft frage ich mich, was die Zukunft für uns Menschen
bereithält. Wie mag sie wohl aussehen, unsere Welt, wenn wir weiter so
rücksichtlos mit den Ressourcen und mit unserer Umwelt umgehen? Wahrscheinlich
lese ich deswegen so gerne Dystopien, auch wenn diese oft mit einer sehr
pessimistischen Grundstimmung gestaltet werden.

Ganz so hoffnungslos sieht es in „Die Auslese – Nur die Besten überleben“ von Joelle Charbonneau nicht aus. Hier wird das Leben nach
einem großen Kollaps beschrieben, den zahlreiche Kriege, in denen die Menschen
sich gegenseitig auslöschen wollten und viele Naturkatastrophen verursacht
haben. Doch es gibt große Hoffnungen. Die klügsten Köpfe des Vereinigten
Commonwealth werden jedes Jahr ausgewählt, um an einer Auslese teilzunehmen. Diese
Auslese soll sicherstellen, dass geeignete politische Führungskräfte sondiert
werden und die besten und klügsten Schüler einen Studienplatz bekommen, um in
der Zukunft neue Technologien und Verfahren zu entwickeln, die das Leben wieder
angenehmer und einfacher gestalten. Für Cia ist die Einladung zur Auslese, um
für einen Studienplatz zu kämpfen, die Erfüllung ihrer Träume. Die anfangs
harmlosen Tests verwandeln sich für Cia sehr schnell in einen Albtraum. Was
wäre wenn dieser ersehnte Studienplatz einen sehr großen Preis hat… wie das
eigene Leben? 

Anders als viele Geschichten dieses Genre beginnt „Die Auslese – Nur die Besten überleben“ mit einem sehr hoffnungsvollen Blick in die
Zukunft. Obwohl die Katastrophe viele Leben ausgelöscht und die Erde fast
unbewohnbar gemacht hat, ist es den Überlebenden der Katastrophe gelungen, das
Unglaubliche wahr zu machen. Durch neu entwickelte Technologien wurde
verseuchter Boden wieder fruchtbar und kontaminiertes Wasser wieder trinkbar.
Hungersnöte wurden besiegt und das Leben auf der Erde wieder einfacher. Und um
diese Fortschritte voranzutreiben, haben die führenden Politiker des
Vereinigten Commonwealth die Auslese ins Leben gerufen.
Als Leser bekommt man schnell das Gefühl, dass alles in
dieser Welt auf dem besten Weg in ein zuversichtliches Leben ist. Jedoch müssen
wir genau wie Cia erkennen, dass nicht alles ist, wie es erscheint.
Cia führt uns Leser sanft an die Geschichte heran und
berichtet uns über ihr Leben in dieser zukünftigen Welt. Durch ihre sehr präzisen
Erklärungen bekommt man schnell einen Zugang zu dieser dystopischen Welt, ihren
Bewohnern und Cia selbst. Cia ist jedoch die einzige Figur, die greifbar ist,
denn alle anderen sind sehr oberflächlich gestaltet worden. In jedem anderen
Buch würde das meine Kritik schüren, aber in diesem Plot ist es einfach ein
genialer Schachzug der Autorin.
Cia bekam vor der Auslese eine Warnung: Vertraue
niemandem! Und genauso ergeht es dem Leser. Man darf sich nie zu sicher sein
bei einer Figur, sonst erlebt man gefährliche Überraschungen. Die Handlung ist
ab dem ersten Drittel durchgehend spannend, aber nicht frei von logischen
Fehlern, die den Lesefluss nicht ins Stocken bringen. Viele überraschende und
nervenaufreibende Wendungen säumen die Kapitel und machen es dem Leser schwer,
Pausen einzulegen. Was für mich persönlich schwierig war, ist, dass es einige
Parrallelen zu „Die Tribute von Panem“ gibt und diese auszublenden erforderte
große Mühe. Trotzdem blieb „Die Auslese – Nur die Besten überleben“ von Joelle Charbonneau
für mich eine sehr lesenswerte Geschichte. Das Ende kam überraschend schnell,
dafür blieben viele Fragen unbeantwortet.
„Die Auslese – Nur die Besten überleben“ von Joelle
Charbonneau ist ein gelungener Auftakt zu einer dystopischen Trilogie, die den
Leser zwingt, ihre Geschichte in einem zu verschlingen.

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Die Auslese – Nur die Besten überleben von Joelle
Charbonneau
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten 
Verlag: Penhaligon Verlag 
Erscheinungsdatum: 26. August 2013 
ISBN: 978-3764531171

2 Replies to “[Rezension] „Die Auslese – Nur die Besten überleben“ von Joelle Charbonneau

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