„Alisik (# 3) - Frühling“ von Hubertus Rufledt und Helge Vogt, Comic
Copyright: Carlsen

Rache ist süß
wie Kirschbaumblütenduft! Während der Frühling Einzug erhält auf dem alten Friedhof, der
letzten (Un-)Ruhestätte der Postmortalen, geraten nicht nur Alisiks
Gefühle in große Aufruhr: Der Passivität
überdrüssig, kommen die (Un-)Toten überein,
ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen – mit durchschlagendem
Erfolg. Durch das tragische Verschwinden Oma Samtkrauts in Rage
versetzt, werden die sonst so harmlosen Friedhofsbewohner zu
rachsüchtigen Poltergeistern und sabotieren mit
unterschiedlichen Methoden die fortschreitenden
Baumaßnahmen, stellen Sichel-Michel zur Rede und
läuten den Eintritt ins Totenreich ein…

Und auch
Alisik beschließt, nachdem ihr Gedächtnis vollständig
zurückgekehrt ist, Ruben reinen Wein
einzuschenken und ihn in das
Geheimnis ihrer Vergangenheit einzuweihen.
Doch die mutigen Schritte der Postmortalen ziehen
ernstzunehmende Konsequenzen nach sich – nicht nur die skrupellose
Machtgier der Bauaufseher erschwert die Situation auf dem Friedhof –
ein mysteriöser Unbekannter scheint inzwischen ebenfalls seine
Finger im Spiel zu haben. Zu allem Überfluss beginnen Rubens Bruder
und dessen Freundin zwei und zwei zusammenzuzählen und kommen zu dem
Entschluss, dass es nur eine plausible Erklärung für die
übernatürliche Phänomene der letzten Zeit geben kann: GEISTER. Und
wie wird Ruben auf Alisiks wahre Existenz reagieren?

Der
dritte Band der vierteiligen
Dark-Romance-Mystery-Serie steckt voller neuer
Spektakel und jeder Menge
großer Gefühle. Die bereits in den Vorgängern,
„Alisik – Herbst“ und
„Alisik – Winter“, beobachtete einzigartige
Atmosphäre bekommt durch den frühlingshaften Einschlag eine
besonders bezaubernde Note. Viele
der bisher aufgekommenen Handlungsstränge
werden aufgegriffen und weitergesponnen, sodass
ein fulminantes Ende der Tetralogie vorprogrammiert zu sein scheint.

Wie immer sorgt
das rührende Zusammenleben der Friedhofs-WG für
nostalgisch-herzliche Wohlfühlmomente – dieses
Mal mit österlichem Einschlag: Ob
Alisik als Oster-Bunny, schreiend-komische „20 Questions“-Spiele
oder Hühnerei-Visagen – die Postmortalen
veranstalten zahlreiche tragikomische Heldenaktionen, die die
bewegende Grund-Dramatik der Liebesgeschichte zwischen Alisik und
Ruben mit wunderbar humorvoller Action würzen. Nachdem der Leser in
den letzten Bänden nach und nach die Geschichten von Frings, Ottilie
und Hitzkopf erfahren hat, widmet sich der dritte Band außerdem
der ergreifenden Vergangenheit von General Grabbe
– und hält einige Überraschungen
bereit.

Beim Entwurf
der Geschichte hat Hubertus Rufledt stets auf eine ausgewogene
Mischung verschiedener Handlungskomponenten geachtet: ob Aktionen von
Nebenfiguren, Zusatzmaterial
(wie Kapitelintros, Gedichte
oder Love/Hate-Listen), Sondergimmicks (wie die
Spiegelung aktueller Stimmungen in der Mimik der
Gothic-Häschen), Haupthandlung, Fortsetzung der Cliffhänger oder
Entstehung neuer
Handlungsstränge, ob innere Monologe oder Regelwerk der Postmortalen
– die Komposition gleicht ein ums andere Mal einer unnachahmlichen
Wundertüte, die den Leser in eine surreal-morbide Welt mit
explosiven Emotionen versetzt.

Natürlich
steht dem auch dieses Mal die
bildliche Umsetzung in nichts
nach: im typisch Vogtschen Stil lässt der Zeichner
die traumhafte Welt Alisiks entstehen und spart
dabei weder an Detailreichtum, noch an Kunstfertigkeit
und schon gar nicht an Fantasie. Am virtuosen
Gesamtkunstwerk lässt nicht nur ein
enormes Ausmaß an Arbeit erahnen – es zeugt auch von grenzenloser
Fantasie und inniger Liebe zum Projekt. Vogt überzeugt – ebenso
wie Rufledt – mit einer harmonischen Mischung: Einzigartiger
Stil, spektakuläre
Kolorierung und aufwändige
Montagetechnik rufen beim Betrachter
ein wahres Sinnes-Feuerwerk hervor.

Kurz: Das
frühlingshafte Cover sollte auf keinen Fall darüber hinweg
täuschen, dass auch der dritte Teil von Alisik es
in sich hat! Und eines sollte man auf jeden Fall
beim sehnsüchtigen Warten auf das große Finale im Kopf behalten:
Der Sommer wird heiß! Wir können es kaum
erwarten und machen uns bereit für den vielversprechendsten Showdown
des Quartals…

Seid
ihr neugierig geworden und möchtet eintauchen in die düstere
Romantik der Postmortalen-Welt? Dann verpasst auf keinen Fall die
Blogtour zu „Frühling“, die am Freitag hier Station halten wird,
denn es erwarten euch fünf Tage lang brandaktuelle
Hintergrundinformationen und fabelhafte Preise!



P { margin-bottom: 0.21cm; }A:link { WERBUNG
Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung



Alisik – Frühling von Hubertus Rufledt und Helge Vogt
Verlag: Carlsen (Carlsen Comics)
Taschenbuch: 96
Erscheinungstermin: 18. März 2014
ISBN: 978-3-551-77028-8

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.