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Escape Rooms erfreuen sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Und wie das so ist mit erfolgreichen Konzepten – sie werden gerne aufgegriffen und vielfach kopiert. So gibt es inzwischen Escape Room Brettspiele, Filme, Online-Escape-Rooms (vor allem in Zeiten von Corona sehr beliebt!) und natürlich diverse Bücher. „Raum der Angst“ von Marc Meller ist eines davon. Und sogar ein ziemlich gutes, wie ich finde!

Thriller mit Lokalkolorit

Der Thriller spielt in Hannover und Umgebung. Also an Orten bei uns in Deutschland, was ich schonmal richtig interessant fand. Ab und zu habe ich nebenher ein paar Örtlichkeiten gegoogelt und allesamt auch im Netz gefunden. Für Liebhaber des Lokalkolorits klasse!

Die Handlung: Es geht um ein Escape-Room-Experiment, das von einem Psychologie-Professor der Uni Hannover geplant wurde. Zur eigentlichen Durchführung des Experimentes kommt es jedoch nicht, denn die sieben Probanden sind am Morgen vor dem Experiment verschwunden. Noch dazu wird ein Busfahrer tot aufgefunden.

Daraufhin nimmt sich die Polizei von Hannover der Sache an. Wir Leser begleiten nun abwechselnd die Ermittler bei ihrer Arbeit und die verschwundenen Teilnehmer des Experiments. Und dann gibt es da noch Hannah, eine Psychologie-Studentin der Uni Münster.

Räume der Angst

Zu Beginn ist das Buch aus drei Perspektiven geschrieben. Alle drei sind auf ihre Weise faszinierend. Gut gefallen hat mir, dass nicht private Probleme der Polizisten in den Mittelpunkt gerückt werden (wie so oft in Thrillern), sondern der eigentliche Fall.

Und der ist nicht nur ab der ersten Seite fesselnd, sondern die meiste Zeit absolut nicht vorhersehbar. Auch, wenn sich viele Escape-Room-Stories ähneln, ist „Raum der Angst“ schwer zu durchschauen. Während man rätselt, begleitet man die Protagonisten durch verschiedene Räume, die auf mysteriöse Weise auf die Charaktere zugeschnitten sind.

Der Autor schafft es, die Spannung über das gesamte Buch hinweg aufrecht zu erhalten. Es gibt relativ viele, kurze Kapitel, wodurch sich die Erzählperspektive häufig ändert, was mir gefallen hat. Es wird nie zu lange oder zu kurz aus einer Sichtweise berichtet.

Blutige Angelegenheit

Manche Szenen sind ganz schön hart und brutal. In mehrfacher Hinsicht. Nicht nur fließt jede Menge Blut, die ein oder andere Begebenheit geht auch anderweitig an die Psyche. Das sollte man wissen. Erfahrene Thrillerfans wird (und sollte) das aber nicht abschrecken.

Einen einzigen Kritikpunkt habe ich: Da ich keine Freundin von Cliffhangern bin, hätte ich mir ein geschlossenes Ende gewünscht. Anscheinend ist aber ein zweiter Teil angedacht, was ich vorher nicht wusste und daher etwas enttäuscht war. Wen das nicht stört, wird spannende Stunden mit diesem Buch verbringen. Einmal angefangen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen!

 

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Raum der Angst: Ein Escape-Room-Thriller von Marc Meller
Ebook : 384 Seiten
ISBN: 978-3548063805
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 31. August 2020

One Reply to “[Rezension] „Raum der Angst: Ein Escape-Room-Thriller“ von Marc Meller”

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