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Wenn das Kind nicht schlafen möchte …

In vielen Familien gibt es allabendlich ein und dasselbe manchmal
nervenaufreibende Problem: Das Kind will nicht schlafen und zaubert alle
möglichen Tricks aus dem Hut, um nicht ins Bett gehen zu müssen. Schon oft habe
ich mich gefragt, warum das so ist. Selbst wenn man alles dafür tut, dass sein
Kind unbedarft aufwächst, wird dieses trotzdem einige Ängste entwickeln, die
besonders dann auftreten, wenn es abends allein in sein Bettchen gehen soll, wo
es zwar kuschelig und warm ist, aber eben auch dunkel. Wir Erwachsenen kennen
es ja auch sehr gut. Meistens kreisen die Gedanken, wenn man abends zur Ruhe
kommt, und auch unsere Kinder haben vieles zu verarbeiten, was sie am Tag
erlebt oder erlernt haben.

Wenn man sich als Mama oder Papa genauer mit diesem Thema
beschäftigt, erkennt man viele Dinge und Situationen, die den Nachwuchs
schlechter einschlafen lassen und tut sein möglichstes, um Hindernisse aus dem
Weg zu räumen. Bei uns wurde das Kinderzimmer auf den Wohlfühlfaktor getestet.
Mama und Papa haben sich einfach mal in die Position ihres Sprösslings begeben
und sich umgeschaut, ob es vielleicht irgendwelche merkwürdigen Schatten oder Ähnliches
gab, die störend sein könnten. Es war nicht zu kalt und nicht zu warm, die
Umgebung für uns gemütlich aber eben einfach richtig dunkel. Kurzerhand
schafften wir uns ein Nachtlicht an, das Sohnemann am Anfang sehr oft benutzte,
bis er es irgendwann nicht mehr brauchte.

Aber es gibt nicht nur diese räumlichen Faktoren, die den
Schlaf behindern. Oftmals ist uns Eltern nicht klar, wie sehr unsere Kinder
durch elektronische Medien beeinflusst und abgelenkt werden. Deswegen sollte
man auch vor dem Schlafen eine gewisse Zeitspanne ohne diese Medien auskommen.
Und es gibt noch ein Phänomen, welches in einigen Familien auftritt: Papa kommt
spät von der Arbeit nach Hause und tobt erst einmal ausgiebig mit seinem
Nachwuchs. Das Ende vom Lied ist dann, dass man ein völlig überdrehtes Kind
hat, was natürlich erst einmal lange braucht, um sich runterzuregulieren und
einzuschlafen. Also lieber die so wichtigen Tobeinheiten auf einen anderen
Zeitpunkt verschieben und lieber eine Runde mehr kuscheln.

Bücher sind unsere Wunderwaffe vor dem Schlafen

Gute Nacht, Pips - Kinderbuch
Copyright Cover: Coppenrath

Mein Sohn liebt seit Beginn seines Lebens bestimmte Rituale
und viele geben ihm auch heute noch Halt, um sich geborgen zu fühlen. Bei
uns sind Bücher ein ganz wichtiger Bestandteil des abendlichen Rituals, denn
wir lieben es, uns vor dem Zubettgehen gemütlich auf die Couch zusammen zu kuscheln
und wunderschöne Geschichten zu lesen. Bei der Auswahl der Gutenachtgeschichten
achte ich immer darauf, dass die Bücher nicht zu aufwühlend sind und vermeide
zum Beispiel Soundbücher. Zwei passende Bücher aus unserem allabendlichen
Ritual möchte ich euch noch vorstellen.

Ein Bilderbuch für Kinder ab 2 Jahren, das sich auch selbst
mit verschiedenen Ritualen beschäftigt ist „Gute Nacht, Pips“ von Olivier Dunrea.
Schon das Cover mit dem schlafenden Küken unter dem glitzernden Nachthimmel verdeutlicht,
dass eine sehr besinnliche Geschichte in diesem Kinderbuch schlummert. In
diesem kleinen aber feinen Pappbilderbuch lernen wir Olli kennen, einen Gössel,
der auf einem Bauernhof lebt. Obwohl der Hof schon von dem dunklen Schleier der
Nacht umhüllt wird, kann Olli noch nicht schlafen und wandert umher. Bei seinem
Spaziergang trifft er auch einige Mittbewohner, die genau wie er, bestimmte
Dinge vor dem Zubettgehen tun müssen, um einschlafen zu können.


Auf insgesamt neun illustrierten Doppelseiten erleben wir
Leser viele humorvolle Szenen mit kleinen Gänseküken, die alle auf ihre Weise
dafür sorgen, dass sie gut auf die Nacht vorbereitet sind, um gut schlafen zu
können. Etwas trinken oder essen, kuscheln oder spazieren gehen – in
wunderbaren und humorvollen Illustrationen wird gezeigt, was die kleinen Gänse
so treiben, bevor sie einschlummern. Ergänzt werden alle Szenen mit kurzen
Dialogen und kindgerechten ruhigen Texten. Am Ende haben sie alle zu Ruhe
gefunden und schlummern selig unter dem funkelnden Sternenhimmel. 

„Gute Nacht, Pips“ von Olivier Dunrea ist für uns nicht nur
eine thematisch passende Gutenachtgeschichte. Sie vermittelt beim Blättern ein
Gefühl von Geborgenheit und Ruhe und ist somit eine gute Möglichkeit für meinen
Sohn sich runterzuregulieren.

Die kleine Mondfee sagt allen Gute Nacht, Kinderbuch
Copyright Cover: Coppenrath

Ein weiteres fantastisches Buch, das thematisch passt und
bei uns nicht nur abends hervorgeholt wird, ist „Die kleine Mondfee sagt allen Gute Nacht“ von Liana Hedlund und Hartmut Bieber. Als ich dieses Pappbilderbuch zum ersten Mal in
den Händen hielt, war ich skeptisch, ob es etwas für meinen Sohn ist. Denn das
Cover wirkt auf den ersten Blick, als beherberge es eine Geschichte für
Mädchen, weil es in sehr intensiven Farbtönen gehalten ist und an einigen
Stellen mit einem bunten Glitzerfilm überzogen ist. Das war allerdings ein
falscher Eindruck. Mein Sohn hat sich sofort in dieses Buch verliebt, was
jedoch nicht an dem schimmernden Cover lag.

Schlägt man „Die kleine Mondfee sagt allen Gute Nacht“ auf,
erlebt man eine abendliche Szene, in der die Tiere des Waldes gemütlich am
Lagerfeuer sitzen, essen oder spielen. Dann kommt ein Schiff aus dem Himmel
herab gesegelt. Es ist das Schiff der kleinen Mondfee, die die Tiere des Waldes
ins Bett bringen möchte. Auf den folgenden sechs Doppelseiten werden wir Leser mit
wunderbaren Reimen, von Haus zu Haus begleitet und sehen, wie jedes Tier von
der Mondfee ins Bett gebracht wird und mit Traumsand verzaubert wird, damit es
gut schlafen kann.

Man darf sich nicht von den zuckrig süßen Illustrationen auf
dem Cover täuschen lassen, denn in diesem Bilderbuch schlummert eine wunderbare
Gutenachtgeschichte und viele charmante und liebenswerte Illustrationen. Aber
nicht nur das. Das Highlight dieses Buches ist, dass es Pappfiguren enthält,
die man kinderleicht in ihre Bettchen bringen kann, damit sie schlafen können. Aus
diesem Grund ist mein Sohn diesem Buch verfallen. Er verbringt viel Zeit damit,
die handlichen Figuren in ihre Betten zu stecken, um ihnen Gute Nacht zu sagen.
Am liebsten hat er es jedoch, wenn sie am Ende alle zusammen in dem großen Bett
schlafen können. 

„Die kleine Mondfee sagt allen Gute Nacht“ von Liane Hedlund und Hartmut
Bieber ist viel mehr, als es auf den ersten Blick erscheint. Es ist eine
liebenswerte und besinnliche Geschichte, die ihre Leser aktiv mit einbindet,
ohne sie aufzuwühlen.

Das waren unsere zwei Buchtipps für den Abend. Wenn ihr
Interesse habt, stellen wir gerne noch weitere vor. Oder habt ihr noch ein paar
Empfehlungen oder gar Tipps, wie man den Abend vor dem Zubettgehen gestalten
kann? 

WERBUNG
Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung

Gute Nacht, Pips von Olivier Dunrea
Originaltitel: Gossie & Friends Say Goodnight 
Gebundene Ausgabe: 20 Seiten 
Verlag: Coppenrath
Erscheinungstermin: 3. August 2017 
ISBN-13: 978-3649625087 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 24 Monate – 4 Jahre

Die kleine Mondfee sagt allen Gute Nacht von Liana Hedlund und Hartmut Bieber 
Gebundene Ausgabe: 14 Seiten 
Verlag: Coppenrath
Erscheinungstermin: 3. August 2017 
ISBN-13: 978-3649625292 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 24 Monate – 4 Jahre

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