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„Ein spannendes Abenteuer mit Gänsehaut-Garantie für alle Escape-Spiel-Fans“, verspricht der Klappentext dieses Buches und trifft es damit gut. Trotzdem sollte man wissen: Bei „The House Trap“ handelt es sich weniger um einen Escape-Spiel-Krimi für Kinder (den ich hier vermutet hatte), als vielmehr um eine atmosphärische Geisterstory.

Claude, Deliah, Sam und Amity entdecken mitten in einem angeblich verfluchten Wald ein altes Herrenhaus. Als sie es betreten, finden sie darin Hinweise auf eine bevorstehende Party und ein mysteriöses Spiel. Weil ihnen die Sache unheimlich ist, wollen sie so schnell wie möglich wieder heim. Aber plötzlich ist die Tür verschlossen und den Kindern bleibt nichts anderes übrig, als den Rätseln des Hauses nachzugehen. In der Hoffnung, es wieder verlassen zu können, wenn sie es bis in die zweite Etage schaffen – so das Ziel des Spiels. Aber was hat es mit den Zeitungsartikeln über den exzentrischen, ehemaligen Hausbesitzer Elias Batstone und seine verschwundene Tochter Hypatia auf sich? Warum fühlen sich Deliah, Claude, Sam und Amity ständig beobachtet?

Das Rätsel um Hypatia

Was wie ein Locked-Room-Mystery zum Miträtseln beginnt, entpuppt sich bald als Spukgeschichte. Mitraten ist in kleinem Umfang möglich, bildet aber nicht den Schwerpunkt der Geschichte. Neben dem Rätsel um das mysteriöse Haus und ein verschwundenes Mädchen, dreht sich viel um die Freundschaft der vier Kinder, die sich zu Beginn nicht ganz grün sind und erst im Laufe der Story lernen, sich gegenseitig so zu akzeptieren, wie sie sind. So kommt Deliahs Talent für Mathe und Rätsel ihren Freunden anfangs ziemlich öde vor, wird aber bald sehr hilfreich.

Zwischen Tragik und Abenteuer

Ich fand „The House Trap“ spannend, die Hintergründe um die verschwundene Hypatia aber auch recht traurig und das Geheimnis des Spukhauses abgefahren. Weil die Autorin den Focus auf die Freundschaft der Kinder, das Abenteuerliche und Unterhaltende legt, wird es meiner Ansicht nach nicht zu beklemmend und gruselig. Zumal das Buch ab einem Alter von 12 Jahren empfohlen wird.

Etwas Mühe hatte ich anfangs, die Charaktere einzuschätzen, die mich immer mal wieder überrascht haben. Ihre Probleme untereinander sind aber allesamt nachvollziehbar und altersgerecht.

Fazit: Mehr Geistergeschichte als Escape-Spiel, spannend und hintergründig. Die Auflösung geht teilweise sehr nah. Allerdings liegt der Schwerpunkt auf Unterhaltung und Abenteuer. In puncto Gänsehaut kommen junge Spukfans – wie im Klappentext versprochen – hier auf ihre Kosten.

 

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The House Trap: Diesem Spiel entkommst von Emma Read
Original: The House Trap
Übersetzung: Sarah Heidelberger
Verlag: Knesebeck
Erschienen: 27. Juni 2024
Hardcover: 320 Seiten
ISBN: 978-3957288899
Empfohlenes Lesealter: ‎ab 12 Jahren

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